Goddelsheim bei Aida im Hessischen Fernsehen

  gesendet am 18. September 2004

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Die Qualität ist hoffentlich erträglich.

"AidA" ist eine Abkürzung und steht für "Aufbruch in den Alltag" – in den Alltag eines hessischen Dorfes. Jeden Donnerstag stellt sich ein Reporter oder eine Reporterin samt Kamerateam den Launen des Schicksals.  

Die AidA-Lostrommel steht dann im Studio der hessenschau, in ihrem Inneren rund 1.500 rote Kärtchen mit je einem Hessendorf unter 2.000 Einwohnern. Eine Karte wird in der Sendung gezogen und die stets auf´s Neue überraschten AidA-Macher verschlägt es dann noch am selben Abend in das ausgeloste Dorf.
Dort treffen sie sich in der Regel im Bürgerhaus oder in einer Gastwirtschaft mit allen interessierten Bewohnern, meist angeführt vom Ortsvorsteher und den Vertretern der Vereine. Hier wird nun gemeinsam mit dem AidA-Team überlegt, was es markantes und typisches gibt, was jenes Dorf unverwechselbar macht und was am nächsten Tag gefilmt werden soll.

Spontaner "Bunter Abend"
Meist gibt es aber Akzente des örtlichen Kulturlebens, die nur an diesem Donnerstagabend einzufangen sind, weil die Akteure am Freitag, dem eigentlichen AidA-Drehtag auswärts arbeiten oder aus anderen Gründen partout keine Zeit haben.
So kommt es, dass schon wenige Stunden nach der Fernsehziehung etwa die Gospelgruppe der Kirchengemeinde "The battle of Jericho" besingt oder das Männerbalett des Turnvereins vor der Kamera sein Bestes gibt. Kurz gesagt: Der Donnerstagabend gerät häufig zu einem spontanen "Bunten Abend", der sich nicht selten in den frühen Freitagmorgen hineinzieht.
Am Freitag bemüht sich dann das AidA-Team in aller Herrgottsfrühe um weitere Akzente des dörflichen Alltags: Bauernhöfe werden aufgesucht, um etwa die Charakteristik des Charolais-Rindes oder die Geheimnisse der Wachtelhaltung ins rechte Licht zu Rücken.
Auch interessante Handwerksbetriebe, sehenswerte Gebäude und nicht zuletzt Geschichte und Brauchtum des Dorfes gehören zum Spektrum dieses Tages. Am Abend des Freitag ist dann alles zusammen, was so ein AidA-Kurzporträt ausmacht. Im Laufe des Samstags entsteht dann die neueste AidA-Ausgabe, die noch am gleichen Tag in der hessenschau gesendet wird.

...und wer kommt in die Trommel?
Die Behauptung, nur Dörfer unter 2.000 Einwohnern seien auf den Karten in der Lostrommel verzeichnet, ist nur bedingt richtig. Der Grund: unsere Zahlen stammen aus den frühen siebziger Jahren, zu einem Zeitpunkt vor der Gebietsreform. Denn seit diesem Einschnitt gibt es für viele zusammengelegte oder eingemeindete Ortschaften keine statistischen Angaben mehr.
So kann es also kommen , dass das eine oder andere Dorf mittlerweile größer ist. Das nehmen wir aber in Kauf, denn nur mit den "veralteten" Angaben ist es möglich, dass rein formale "Ortsteile", die aber in Wirklichkeit nach wie vor ein eigenständiges Gemeindeleben und vor allem die eigene Dorfidentität bewahrt haben, in der AidA-Reihe ebenfalls ihren Platz finden.

Quelle:  Aida-Seite des hr